Schimmel nach Wasserschaden verhindern – so schützen Sie Ihre Familie
Was viele nicht wissen: Schimmel kann sich bereits 24 bis 48 Stunden nach einem Wasserschaden bilden – unsichtbar, hinter Wänden und unter Böden. Warum schnelles Handeln entscheidend ist, welche Gesundheitsrisiken drohen und was Sie jetzt tun können.
Der Wasserschaden ist behoben, das Wasser ist weg – und trotzdem haben Sie ein ungutes Gefühl. Vielleicht riecht es komisch in der Wohnung. Vielleicht hat Ihnen jemand gesagt: „Pass auf, da kann Schimmel kommen.“ Vielleicht googeln Sie gerade nachts um elf, weil Sie nicht schlafen können.
Diese Sorge ist berechtigt. Schimmel nach einem Wasserschaden ist eines der häufigsten und gleichzeitig am meisten unterschätzten Folgeprobleme. Denn die Feuchtigkeit, die Sie auf dem Boden aufgewischt haben, steckt oft noch tief in Estrich, Dämmschichten und Mauerwerk – und dort bildet sich Schimmel, den Sie anfangs weder sehen noch riechen.
Die gute Nachricht: Wenn Sie jetzt richtig handeln, lässt sich Schimmelbildung verhindern. In diesem Artikel erfahren Sie, wie schnell Schimmel entsteht, warum er gefährlich ist und welche Maßnahmen wirklich wirken – basierend auf den aktuellen Empfehlungen des Umweltbundesamtes und unserer täglichen Erfahrung aus über 500 Wasserschäden in Kassel, Baunatal, Schauenburg und der Region Nordhessen als Fachbetrieb für Wasserschadensanierung.
Wie schnell entsteht Schimmel nach einem Wasserschaden?
Schimmel nach einem Wasserschaden kann bereits nach 24 bis 48 Stunden entstehen – das bestätigen sowohl das Umweltbundesamt (UBA, Schimmelleitfaden 2024) als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Wenn die Bedingungen stimmen, beginnen Schimmelpilzsporen innerhalb dieses Zeitfensters zu keimen. Und nach einem Wasserschaden stimmen die Bedingungen fast immer – denn Feuchtigkeit, Wärme und organisches Material sind reichlich vorhanden.
Der typische Verlauf sieht so aus: In den ersten ein bis zwei Tagen besiedeln Schimmelsporen die feuchten Oberflächen. Diese Sporen sind immer in der Raumluft vorhanden – sie brauchen nur Feuchtigkeit, um zu keimen. Nach drei bis fünf Tagen hat sich ein erstes Myzel gebildet, also das Wurzelgeflecht des Schimmels. Zu diesem Zeitpunkt ist der Befall mit bloßem Auge meist noch nicht sichtbar. Nach ein bis zwei Wochen wächst der Schimmel exponentiell – und dann sehen oder riechen Sie ihn häufig zum ersten Mal.
Das Problem: Zu diesem Zeitpunkt hat sich der Schimmel oft schon weit ausgebreitet. Was Sie an der Wand sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs. Hinter Tapeten, unter Fußbodenbelägen und in der Dämmung kann der Befall deutlich größer sein. Gerade in älteren Gebäuden, wie sie in Kassel-Nord, Wilhelmshöhe oder den Ortsteilen von Baunatal häufig vorkommen, sind organische Baustoffe wie Holzbalkendecken und Lehmputz besonders anfällig für Schimmelbefall.
Deshalb gilt: Die ersten 24 bis 48 Stunden nach einem Wasserschaden sind entscheidend. Je schneller Sie für professionelle Trocknung sorgen, desto geringer das Schimmelrisiko. Was in den ersten Minuten nach einem Wasserschaden zu tun ist, haben wir in unserem Notfall-Leitfaden für die ersten 60 Minuten zusammengestellt.
Warum ist Schimmel nach Wasserschaden gefährlich?
Schimmel nach Wasserschaden ist ein ernstes Gesundheitsrisiko – das bestätigen das Umweltbundesamt (UBA), das Robert Koch-Institut (RKI) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) übereinstimmend. Die Gesundheitsgefahren lassen sich in drei Kategorien einteilen:
Allergische Reaktionen: Schimmelpilzsporen gehören zu den häufigsten Auslösern von Innenraumallergien. Sie können allergischen Schnupfen (Rhinitis), tränende Augen, Hautreizungen und allergisches Asthma auslösen. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind bereits gegen Schimmelpilze sensibilisiert. Bei Kindern liegt die Rate laut der Kinder-Umwelt-Survey-Studie (KUS) sogar bei 8,3 Prozent. Diese allergischen Reaktionen treten oft zeitverzögert auf – manchmal erst Wochen nach Beginn der Exposition.
Toxische Wirkungen: Bestimmte Schimmelpilzarten produzieren sogenannte Mykotoxine. Diese Stoffwechselprodukte können bei längerer Einwirkung Entzündungsreaktionen in den Atemwegen hervorrufen und das Immunsystem belasten. Besonders in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen – also genau dort, wo nach einem Wasserschaden die Feuchtigkeit sitzt – können sich diese Stoffe anreichern.
Infektionsgefahr: In seltenen Fällen, vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, können Schimmelpilze Infektionen verursachen. Die bekannteste ist die Aspergillose, eine Lungeninfektion durch Aspergillus-Arten. Dieses Risiko betrifft vor allem Transplantationspatienten, Menschen nach Chemotherapie und Personen mit chronischen Lungenerkrankungen – es ist aber ein Risiko, das ernst genommen werden muss.
Wenn Sie mehr über Schimmelpilze, ihre Ursachen und ihre Verbreitung erfahren möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber Was ist Schimmel?.
Wer ist besonders gefährdet?
Besonders gefährdet durch Schimmel nach Wasserschaden sind Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Laut der Kinder-Umwelt-Survey-Studie (KUS) des Umweltbundesamtes sind 8,3 Prozent der Kinder in Deutschland bereits gegen Schimmelpilze sensibilisiert.
Kinder: Das Immunsystem von Kindern ist noch in der Entwicklung. Gleichzeitig atmen Kinder pro Kilogramm Körpergewicht mehr Luft ein als Erwachsene – sie nehmen also verhältnismäßig mehr Schimmelsporen auf. Studien zeigen, dass Kinder, die im ersten Lebensjahr einer Schimmelbelastung ausgesetzt sind, ein deutlich erhöhtes Risiko für Asthma und Allergien entwickeln.
Schwangere: In der Schwangerschaft verändert sich das Immunsystem, was die Anfälligkeit für Atemwegsreizungen erhöhen kann. Zudem können bestimmte Mykotoxine potenziell fruchtschädigend wirken. Schwangere sollten sich daher nicht in schimmelbelasteten Räumen aufhalten und bei einem Wasserschaden besonders auf schnelle, professionelle Trocknung achten.
Ältere Menschen und chronisch Kranke: Personen mit bestehenden Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma, sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem, reagieren besonders empfindlich auf Schimmelpilzbelastung. Für sie kann ein vermeintlich kleiner Schimmelbefall erhebliche gesundheitliche Folgen haben.
Wenn Kinder, Schwangere oder immungeschwächte Personen in Ihrem Haushalt leben, sollten Sie nach einem Wasserschaden besonders schnell handeln. Warten Sie nicht ab, bis Sie Schimmel sehen – handeln Sie präventiv.
Erste Anzeichen von Schimmel erkennen
Die häufigsten Anzeichen für Schimmel nach Wasserschaden sind modriger Geruch, dunkle Flecken an Wänden, sich lösende Tapeten, dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit über 65 Prozent und wiederkehrende Atemwegsbeschwerden. Achten Sie in den Wochen nach dem Schaden auf folgende Warnsignale:
- Modriger, erdiger Geruch: Oft das erste Anzeichen – selbst wenn noch kein Schimmel sichtbar ist. Besonders auffällig beim Betreten des betroffenen Raums nach längerer Abwesenheit.
- Verfärbungen an Wänden und Decken: Dunkle Flecken, gelbliche oder grünliche Verfärbungen, die nach dem Trocknen nicht verschwinden. Auch hinter Möbeln und an Fensterlaibungen prüfen.
- Tapete löst sich: Feuchtigkeit in der Wand lässt Tapeten und Wandverkleidungen wellig werden oder sich ablösen – ein Hinweis auf anhaltende Feuchtigkeit.
- Gesundheitliche Beschwerden: Häufiger Schnupfen, gereizter Hals, Husten oder Kopfschmerzen, die sich in bestimmten Räumen verstärken, können auf eine Schimmelbelastung hindeuten.
- Dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit: Wenn Ihr Hygrometer konstant Werte über 65 Prozent anzeigt, obwohl Sie regelmäßig lüften, ist das ein Warnsignal.
Mit unserem Schimmel-Risiko-Rechner können Sie anhand von Temperatur und Luftfeuchtigkeit prüfen, ob in Ihren Räumen Schimmelgefahr besteht.
5 Sofortmaßnahmen gegen Schimmelbildung nach Wasserschaden
Sie können einiges tun, um das Schimmelrisiko direkt nach dem Wasserschaden zu minimieren. Diese Maßnahmen ersetzen keine professionelle Trocknung, aber sie helfen, die kritische Zeit zu überbrücken:
1. Sofort lüften – richtig und konsequent. Öffnen Sie gegenüberliegende Fenster für Durchzug (Querlüften). Dauerkippen bringt wenig – es kühlt die Wände aus und fördert Kondensat. Lüften Sie stattdessen mehrmals täglich für 10 bis 15 Minuten stoß. Bei Regen oder sehr hoher Außenluftfeuchtigkeit ist Lüften kontraproduktiv – dann Fenster geschlossen halten.
2. Möbel von feuchten Wänden abrücken. Stellen Sie Schränke, Sofas und andere Möbelstücke mindestens 10 Zentimeter von betroffenen Wänden weg. Dahinter bildet sich sonst ein stehendes Luftpolster, in dem sich Feuchtigkeit staut und Schimmel ideale Bedingungen findet.
3. Nasse Materialien sofort entfernen. Durchnässte Teppiche, Polstermöbel und Kartonagen sind idealer Nährboden für Schimmel. Entfernen Sie sie so schnell wie möglich aus dem betroffenen Bereich. Organische Materialien wie Tapete, Holz und Gipskarton sind besonders anfällig.
4. Heizung einschalten. Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Heizen Sie betroffene Räume auf mindestens 20 Grad – auch im Sommer kann das sinnvoll sein. Die Kombination aus Heizen und Stoßlüften beschleunigt die Trocknung an der Oberfläche.
5. Luftfeuchtigkeit messen und überwachen. Ein einfaches Hygrometer (ab ca. 10 Euro in jedem Baumarkt in Kassel oder Baunatal) zeigt Ihnen die relative Luftfeuchtigkeit. Zielwert: 40 bis 60 Prozent in Wohnräumen. Im Badezimmer sind 50 bis 70 Prozent akzeptabel. Liegt der Wert dauerhaft über 65 Prozent, reichen Hausmittel nicht aus – dann brauchen Sie professionelle Trocknungstechnik.
Wichtig: Diese Maßnahmen helfen bei der Oberflächentrocknung. Feuchtigkeit, die tief in Estrich, Dämmschichten oder Mauerwerk sitzt, erreichen Sie damit nicht. Dafür brauchen Sie professionelle Bautrocknung – und die sollte so früh wie möglich starten. Welche typischen Trocknungsfehler Sie vermeiden sollten, lesen Sie hier.
Professionelle Bautrocknung: Warum Hausmittel nicht reichen
Hausmittel wie Salz, Katzenstreu oder Reis sind nach einem echten Wasserschaden wirkungslos. Eine professionelle Bautrocknung dauert in der Regel ein bis vier Wochen und ist die einzige wirksame Methode, um Feuchtigkeit aus Estrich, Dämmschichten und Mauerwerk zu entfernen.
Der Grund: Bei einem Wasserschaden dringt Wasser oft in Baustoffe ein, die Sie von außen nicht sehen. Der Estrich unter Ihrem Laminat kann Zentimeter tief durchfeuchtet sein. Die Dämmschicht unter dem Estrich saugt sich voll wie ein Schwamm. Mauerwerk nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie nur extrem langsam wieder ab. Diese Feuchtigkeit trocknet nicht durch Lüften, Heizen oder Hausmittel – dafür braucht es professionelle Trocknungsgeräte.
Professionelle Bautrockner – ob Kondensationstrockner für massive Bauteile oder Adsorptionstrockner für Hohlräume und Dämmschichten – entziehen der Raumluft und den Bauteilen kontrolliert Feuchtigkeit. Der Trocknungsprozess wird dokumentiert und überwacht, bis die Messwerte belegen, dass alle Bauteile ausreichend trocken sind.
Eine professionelle Trocknung nach einem Wasserschaden dauert in der Regel ein bis vier Wochen, abhängig vom Schadensumfang. Das klingt lang – aber ohne Trocknung riskieren Sie monatelange Schimmelprobleme, die am Ende deutlich teurer und belastender werden. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Trocknungsgeräte optimal nutzen, hilft Ihnen unsere Anleitung zum richtigen Aufstellen von Bautrocknern.
Wann muss ein Fachbetrieb ran?
Laut UBA-Schimmelleitfaden (2024) ist ab einer befallenen Fläche von 0,5 m² (Kategorie 3) eine professionelle Schimmelsanierung durch einen Fachbetrieb zwingend erforderlich. Das Umweltbundesamt unterscheidet drei Kategorien:
Kategorie 1 – kleiner Befall (unter 20 cm²): Einzelne kleine Flecken, etwa in einer Fensterlaibung. Können von Laien selbst gereinigt werden, sofern die Ursache (Feuchtigkeit) beseitigt ist. Allerdings: Wenn der Schimmel nach einem Wasserschaden auftritt, ist die Ursache oft noch nicht beseitigt – die Feuchtigkeit sitzt noch in der Bausubstanz.
Kategorie 2 – mittlerer Befall (unter 0,5 m²): Größere Flächen, die eine fachkundige Beurteilung erfordern. Hier sollte ein Sachverständiger oder Fachbetrieb einschätzen, wie weit der Befall reicht und welche Maßnahmen nötig sind.
Kategorie 3 – großer Befall (über 0,5 m²): Ab dieser Größe ist eine professionelle Sanierung durch einen Fachbetrieb zwingend erforderlich. Hier gelten strenge Arbeitsschutzvorschriften nach DGUV Information 201-028, einschließlich Schutzausrüstung und Abschottung des Sanierungsbereichs.
Unsere Empfehlung: Nach einem Wasserschaden sollten Sie nicht warten, bis Schimmel sichtbar wird. Lassen Sie stattdessen frühzeitig die Feuchtigkeit in den betroffenen Bauteilen messen. Wenn Restfeuchte vorhanden ist, besteht Schimmelgefahr – unabhängig davon, ob Sie bereits etwas sehen. In der Region Kassel und Nordhessen bieten wir eine kostenlose Feuchtemessung an – damit Sie Klarheit haben, bevor es zu spät ist.
Luftfeuchtigkeit kontrollieren: Der wichtigste Faktor
Die optimale Luftfeuchtigkeit nach einem Wasserschaden liegt zwischen 40 und 60 Prozent bei 19 bis 22 Grad Raumtemperatur. In Badezimmern sind kurzfristig bis zu 70 Prozent akzeptabel, der Wert sollte sich aber zügig normalisieren. Liegt der Wert in Wohnräumen dauerhaft über 65 Prozent, besteht akute Schimmelgefahr. Ohne Feuchtigkeit kein Schimmelwachstum – deshalb ist die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit Ihre wichtigste Maßnahme nach einem Wasserschaden.
Was viele nicht wissen: Selbst wenn ein Raum optisch trocken aussieht, kann die Luftfeuchtigkeit durch Restfeuchte in Wänden und Böden dauerhaft zu hoch sein. Die Bausubstanz gibt die gespeicherte Feuchtigkeit langsam an die Raumluft ab – manchmal über Wochen und Monate. Genau deshalb ist ein Hygrometer nach einem Wasserschaden Pflicht.
Wenn die Luftfeuchtigkeit trotz regelmäßigem Lüften und Heizen nicht unter 60 Prozent fällt, reichen Hausmittel nicht mehr aus. Dann ist professionelle Trocknungstechnik gefragt, die gezielt die Feuchtigkeit aus der Bausubstanz entfernt – nicht nur aus der Luft.
Was zahlt die Versicherung bei Schimmel nach Wasserschaden?
Schimmel nach Wasserschaden wird von der Gebäudeversicherung übernommen, wenn er eine direkte Folge eines versicherten Schadens ist – etwa eines Rohrbruchs oder Leitungswasserschadens. Voraussetzung: Der Schaden wurde zeitnah gemeldet und die Schadensminderungspflicht erfüllt.
Problematisch wird es, wenn die Versicherung argumentiert, dass der Schimmel durch mangelndes Lüften oder verzögerte Schadensmeldung entstanden ist. Deshalb ist die Dokumentation so wichtig – und deshalb raten wir: Melden Sie jeden Wasserschaden sofort und lassen Sie die Trocknung schnellstmöglich beginnen.
Wir rechnen bei Versicherungsschäden direkt mit Ihrer Versicherung ab – das gilt für alle gängigen Gebäudeversicherungen in der Region. Sie müssen nicht in Vorleistung gehen. Wie die Versicherungsabwicklung bei Wasserschäden im Detail funktioniert, erklären wir in unserem Ratgeber Welche Versicherung zahlt bei Wasserschaden?.
Häufige Fragen zu Schimmel nach Wasserschaden
Wie schnell entsteht Schimmel nach einem Wasserschaden?
Schimmel kann bereits 24 bis 48 Stunden nach einem Wasserschaden entstehen. Laut dem Umweltbundesamt (UBA, Schimmelleitfaden 2024) beginnen Schimmelpilzsporen bei ausreichender Feuchtigkeit und Temperaturen über 20 Grad innerhalb dieses Zeitfensters zu keimen. Sichtbar wird der Befall oft erst nach ein bis zwei Wochen.
Kann ich Schimmel nach Wasserschaden selbst entfernen?
Das hängt von der Größe des Befalls ab. Laut UBA-Schimmelleitfaden (2024) dürfen Sie Schimmelbefall unter 20 cm² (Kategorie 1) selbst entfernen, sofern die Feuchtigkeitsursache beseitigt ist. Ab 0,5 m² (Kategorie 3) ist eine professionelle Sanierung nach DGUV Information 201-028 zwingend vorgeschrieben.
Zahlt die Versicherung Schimmel nach Wasserschaden?
Ja, wenn der Schimmel eine direkte Folge eines versicherten Leitungswasserschadens ist. Die Gebäudeversicherung übernimmt in der Regel die Kosten für Trocknung und Schimmelbeseitigung. Voraussetzung: Der Schaden wurde zeitnah gemeldet und die Schadensminderungspflicht erfüllt. Bautrocknung Hentrich rechnet direkt mit der Versicherung ab.
Welche Luftfeuchtigkeit ist nach einem Wasserschaden gefährlich?
Eine relative Luftfeuchtigkeit über 65 Prozent in Wohnräumen begünstigt Schimmelwachstum. Der optimale Bereich liegt zwischen 40 und 60 Prozent bei 19 bis 22 Grad Raumtemperatur. Messen Sie die Werte mit einem Hygrometer und handeln Sie, wenn sie dauerhaft über 60 Prozent liegen.
Ist Schimmel nach Wasserschaden gefährlich für Kinder?
Ja, Kinder sind besonders gefährdet. Sie atmen pro Kilogramm Körpergewicht mehr Luft ein als Erwachsene und nehmen so verhältnismäßig mehr Schimmelsporen auf. Laut der Kinder-Umwelt-Survey-Studie (KUS) sind 8,3 Prozent der Kinder in Deutschland bereits gegen Schimmelpilze sensibilisiert. Schimmelexposition im ersten Lebensjahr erhöht das Asthma-Risiko deutlich.
Wie lange dauert eine professionelle Trocknung nach Wasserschaden?
Eine professionelle Bautrocknung dauert in der Regel ein bis vier Wochen, abhängig vom Schadensumfang und den betroffenen Baustoffen. Estrich und Dämmschichten benötigen mehr Zeit als Wandputz. Die Trocknung wird durch regelmäßige Feuchtemessungen überwacht und erst beendet, wenn alle Messwerte im Normbereich liegen.
Fazit: Schimmel verhindern statt beseitigen
Schimmel nach einem Wasserschaden ist kein unvermeidliches Schicksal. Mit schnellem Handeln in den ersten 24 bis 48 Stunden, professioneller Trocknung und konsequenter Überwachung der Luftfeuchtigkeit lässt sich das Risiko deutlich senken. Besonders wenn Kinder, Schwangere oder ältere Menschen in Ihrem Haushalt leben, sollten Sie nicht abwarten – sondern handeln.
Sie haben einen Wasserschaden und möchten Schimmel verhindern? Wir kommen in der Regel innerhalb von 60 Minuten zu Ihnen – egal ob in Kassel, Baunatal, Schauenburg, Vellmar oder im weiteren Umkreis von 50 km. Wir messen die Feuchtigkeit in allen betroffenen Bauteilen und besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen. Die Erstberatung ist kostenlos, und wir rechnen direkt mit Ihrer Versicherung ab. Rufen Sie uns an unter 0561 – 86 16 743 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Dieser Ratgeber wurde verfasst von Patrick Hentrich, Geschäftsführer der Bautrocknung Hentrich GmbH in Schauenburg bei Kassel. Seit 2018 betreut er Wasserschäden in Kassel, Baunatal und der gesamten Region Nordhessen und berät Eigentümer und Mieter zur fachgerechten Trocknung und Schimmelprävention.
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