Wasserschaden vorbeugen: 7 Tipps, die Sie vorher kennen sollten
Ein Wasserschaden kann jeden treffen – oft völlig unerwartet. Rohrbruch, defekte Waschmaschine oder poröse Silikonfugen: Die Ursachen sind vielfältig. Doch wer vorbereitet ist, kann im Ernstfall schnell reagieren und den Schaden deutlich begrenzen. Hier sind 7 wichtige Tipps, die Sie kennen sollten, bevor es passiert.
1. Wo ist der Wasserhaupthahn?
Die wichtigste Frage überhaupt: Wissen Sie, wo sich der Haupthahn für die Wasserzufuhr in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung befindet?
Bei einem Rohrbruch zählt jede Sekunde. Wenn Sie erst noch den Haupthahn suchen müssen, fließen in der Zwischenzeit Hunderte Liter Wasser in Ihre Räume. Der Schaden kann sich in wenigen Minuten vervielfachen.
Unser Tipp: Gehen Sie jetzt durch Ihr Haus und lokalisieren Sie den Haupthahn. Typische Orte sind: Keller, Hauswirtschaftsraum, unter der Spüle oder im Hausanschlussraum. Markieren Sie den Hahn ggf. mit einem Aufkleber und zeigen Sie allen Haushaltsmitgliedern, wo er ist.
2. Sicherungskasten kennen
Wasserschäden können auch das Stromnetz betreffen. Wasser und Strom sind eine lebensgefährliche Kombination. Um Stromschläge und Geräteschäden zu vermeiden, sollten Sie den Strom schnellstmöglich abschalten können.
Wichtig: Betreten Sie niemals einen überfluteten Raum, wenn Sie nicht sicher sind, dass der Strom abgeschaltet ist. Im Zweifelsfall den Notdienst des Energieversorgers rufen.
Unser Tipp: Beschriften Sie die Sicherungen in Ihrem Kasten, damit Sie im Notfall gezielt einzelne Bereiche abschalten können.
3. Silikonfugen regelmäßig prüfen
Eine unterschätzte Schadensquelle: Defekte Silikonfugen an Badewanne, Dusche oder Waschbecken. Wir erleben immer häufiger Wasserschäden, die durch poröse oder nicht ordnungsgemäß ausgeführte Fugen entstehen.
Das Tückische: Das Wasser sickert langsam und unbemerkt in die Bausubstanz. Wenn der Schaden sichtbar wird, ist oft schon die Dämmung durchnässt oder Schimmel entstanden.
Unser Tipp: Überprüfen Sie alle Silikonfugen im Nassbereich mindestens einmal jährlich. Achten Sie auf Risse, Ablösungen oder Verfärbungen. Im Zweifel lieber erneuern lassen – das kostet wenig im Vergleich zu einem Wasserschaden.
4. Waschmaschine und Geschirrspüler absichern
Haushaltsgeräte sind eine häufige Ursache für Wasserschäden – besonders wenn sie in Abwesenheit laufen. Ein geplatzter Zulaufschlauch kann innerhalb kurzer Zeit große Mengen Wasser freisetzen.
Unser Tipp:
- Verwenden Sie Aquastop-Schläuche (Platzsicherung).
- Lassen Sie Waschmaschine und Geschirrspüler nicht laufen, wenn Sie das Haus verlassen.
- Prüfen Sie regelmäßig die Schläuche auf Verschleiß.
- Tauschen Sie Zulaufschläuche alle 5–10 Jahre aus.
5. Wassersensoren installieren
Günstige Wassersensoren (ab ca. 15 €) können Sie in kritischen Bereichen platzieren: unter der Waschmaschine, am Warmwasserspeicher, im Keller. Bei Wasserkontakt schlagen sie Alarm – manche Modelle senden sogar eine Benachrichtigung aufs Smartphone.
Unser Tipp: Besonders sinnvoll bei Abwesenheit (Urlaub, Geschäftsreise) oder in Mietwohnungen mit Nachbarn darunter.
6. Heizung und Rohre im Winter schützen
Eingefrorene Wasserleitungen können platzen und beim Auftauen massive Schäden verursachen. Besonders gefährdet sind:
- Außenwasserhähne
- Leitungen in unbeheizten Räumen (Garage, Dachboden)
- Ferienwohnungen und Wochenendhäuser
Unser Tipp: Lassen Sie bei längerer Abwesenheit im Winter die Heizung auf mindestens 15°C laufen. Stellen Sie Außenwasserhähne ab und entleeren Sie die Leitungen.
7. Versicherungsschutz prüfen
Wissen Sie, was Ihre Versicherung im Schadensfall abdeckt? Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung haben unterschiedliche Leistungen – und nicht alle Schäden sind automatisch versichert.
Unser Tipp: Prüfen Sie Ihre Police auf:
- Leitungswasserschäden
- Elementarschäden (Hochwasser, Starkregen)
- Kosten für Hotelunterbringung während der Sanierung
- Kosten für Leckortung und Trocknung
Fazit: Vorbereitung spart Geld und Nerven
Ein Wasserschaden ist immer ärgerlich – aber wer vorbereitet ist, kann den Schaden deutlich begrenzen. Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit, um die wichtigsten Punkte zu prüfen: Haupthahn, Sicherungskasten, Silikonfugen. Es lohnt sich.
Sie haben bereits einen Wasserschaden oder möchten Ihr Haus professionell auf Schwachstellen prüfen lassen? Wir beraten Sie gerne – kostenlos und unverbindlich.
Hier bekommen Sie den ultimativen Leitfaden, um in einer Ausnahmesituation einen kühlen Kopf zu bewahren:
Die Gratis Erste-Hilfe-Anleitung bei einem Wasserschaden-Notfall

