Bautrockner richtig aufstellen: So trocknen Sie am effektivsten
Die richtige Aufstellung von Bautrocknern entscheidet maßgeblich über den Erfolg und die Dauer der Trocknung. Falsch positionierte Geräte arbeiten ineffizient, verbrauchen unnötig Strom und verlängern die Trocknungszeit. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Bautrockner optimal aufstellen.
Grundregel: Geräteleistung an Raumgröße anpassen
Bautrockner müssen dem Raumvolumen angepasst sein. Ein Trockner, der für 90 m² ausgelegt ist, ist auch nur für diese Fläche effektiv – nicht für 30 m² und nicht für 150 m².
- Zu klein dimensioniert: Die Trocknung dauert unnötig lange oder bleibt unvollständig.
- Zu groß dimensioniert: Kann zu Übertrocknung führen und Materialschäden verursachen (Risse in Putz, Holzverformung).
Faustregel: Pro 50–80 m² Raumfläche ein leistungsstarker Kondensationstrockner (ca. 50–80 Liter Entfeuchtungsleistung pro Tag).
Bautrockner: Zentral und pro Etage
Hat das Gebäude mehrere Etagen, muss auf jeder Etage mindestens ein Trockner stehen. Die optimale Position:
- Zentral im Raum: Nicht in Ecken oder direkt an Wänden, sondern möglichst mittig aufstellen.
- Freie Luftzirkulation: Mindestens 50 cm Abstand zu Wänden und Möbeln.
- Luftein- und -auslass frei halten: Keine Gegenstände vor den Geräteöffnungen.
Wichtig: Türen zwischen den Räumen offen lassen, damit die trockene Luft zirkulieren kann.
Ventilatoren: In den äußeren Bereichen
Ventilatoren (Axiallüfter, Turbinen) unterstützen die Luftzirkulation und beschleunigen die Trocknung erheblich. So stellen Sie sie richtig auf:
- Position: In den äußeren Bereichen des Raums aufstellen.
- Ausrichtung: Das Gebläse zum Trocknungsgerät richten, damit die feuchte Luft zum Trockner transportiert wird.
- Rotation: Falls nicht für jeden Raum ein Ventilator zur Verfügung steht, alle 2–3 Tage zwischen den Räumen wechseln.
Heizgeräte: Abstand zum Trockner halten
Bei niedrigen Temperaturen (unter 15°C) kann zusätzliches Heizen notwendig sein. Beachten Sie dabei:
- Position: In den äußeren Bereichen aufstellen.
- Abstand: So weit wie möglich vom Kondensationstrockner entfernt, da dieser selbst Wärme produziert.
- Zieltemperatur: 18–22°C sind optimal für die technische Trocknung.
Häufige Fehler bei der Aufstellung
Diese Fehler sollten Sie vermeiden:
- Geräte in Ecken stellen: Behindert die Luftzirkulation.
- Fenster und Türen geschlossen halten: Türen innerhalb der Trocknungszone müssen offen bleiben.
- Fenster dauerhaft öffnen: Frische Außenluft bringt neue Feuchtigkeit – Fenster sollten während der Trocknung geschlossen bleiben.
- Geräte zu früh abschalten: Auch wenn Oberflächen trocken erscheinen, kann die Tiefenfeuchtigkeit noch vorhanden sein.
- Wasserbehälter nicht leeren: Volle Behälter stoppen das Gerät automatisch – besser einen Ablaufschlauch anschließen.
Spezialfall: Estrichtrocknung
Bei der Trocknung von Estrich mit Dämmschicht reicht ein normaler Bautrockner oft nicht aus. Hier kommen spezielle Verfahren zum Einsatz:
- Überdruck- oder Unterdruckverfahren: Luft wird über Bohrungen in den Estrich eingeblasen oder abgesaugt.
- Adsorptionstrockner: Für besonders trockene Luft, die tief in die Dämmschicht eindringt.
Diese Verfahren sollten nur von Fachbetrieben durchgeführt werden.
Fazit
Die richtige Aufstellung von Bautrocknern ist entscheidend für eine schnelle und vollständige Trocknung. Achten Sie auf die passende Gerätegröße, zentrale Positionierung und freie Luftzirkulation. Bei größeren Schäden oder komplexen Baustrukturen empfiehlt sich die Beratung durch einen Fachbetrieb.
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